Wintersonnenwende - die Geburt des Lichts und die uralten Wurzeln von Weihnachten
Die Wintersonnenwende ist ein besonderer Wendepunkt im Jahr. Sie fällt auf den 21. Dezember und markiert auf der Nordhalbkugel den kürzesten Tag und die längste Nacht des Jahres. An diesem Tag steht die Sonne so flach über dem Horizont wie an keinem anderen Zeitpunkt im Jahreslauf. Sie geht spät auf und früh wieder unter.
Doch gerade in dieser tiefsten Dunkelheit beginnt etwas Entscheidendes: Das Licht kehrt zurück.
Was ist die Wintersonnwende?
Am 21. Dezember erleben wir auf der Nordhalbkugel den kürzesten Tag des Jahres. Danach werden die Tage langsam wieder länger. Dieser Wendepunkt wird Wintersonnwende genannt.
Ein halbes Jahr später, am 21. Juni, ist es umgekehrt: Dann erleben wir die Sommersonnwende, den längsten Tag des Jahres mit der größten Menge an Sonnenlicht. Nach diesem Höhepunkt des Lichts nehmen die dunklen Stunden allmählich wieder zu, bis sich der Jahreskreis erneut schließt.
Warum werden die Tage nach der Wintersonnwende wieder länger?
Auf der Bahn der Erde um die Sonne zeigt ein halbes Jahr lang die nördliche Halbkugel, das andere halbe Jahr die südliche Halbkugel stärker zur Sonne.
Zur Wintersonnwende hat die Erde auf ihrer Umlaufbahn jenen Punkt erreicht, ab dem sich die Nordhalbkugel wieder zunehmend der Sonne zuwendet. Die Sonne gewinnt Tag für Tag an Kraft, das Licht nimmt langsam zu.
Für unsere Vorfahren war dieses Wissen lebenswichtig. Licht bedeutete Wärme, Wachstum, Nahrung und letztlich Überleben.
Unsere Vorfahren und das harte Leben im Winter:
Für unsere Vorfahren war der Winter keine gemütliche Jahreszeit, sondern eine echte Herausforderung. Die dunklen Monate bedeuteten Kälte, Hunger und Unsicherheit. Es gab kein elektrisches Licht, keine Zentralheizung, keine isolierten Häuser. Wenn die Sonne früh unterging, begann eine lange Nacht - oft begleitet von Frost, Sturm und Dunkelheit.
Das Feuer im Herd war Mittelpunkt des Hauses.
Licht, Wärme und Feuer waren überlebenswichtig. Das Feuer im Herd war Mittelpunkt des Hauses. Es spendete Wärme, schützte vor Kälte, ermöglichte das Kochen von Nahrung und brachte Licht in die Dunkelheit. Erlosch das Feuer, wurde das Leben gefährlich. Es war weit mehr als eine praktische Notwendigkeit - es war ein Symbol für Schutz, Leben und Gemeinschaft.
Der Winter verlangte Verzicht und Achtsamkeit. Vorräte mussten reichen, Tiere geschützt, Holz gesammelt und klug eingeteilt werden. Jeder Tag ohne Sonnenlicht war spürbar. Die Menschen lebten im Rhythmus der Natur und wussten, dass ihr Überleben vom Wechsel von Licht und Dunkelheit abhing.
Im Vergleich dazu leben wir heute in einer Welt ständiger Verfügbarkeit. Licht ist jederzeit abrufbar, Wärme selbstverständlich, Dunkelheit kaum noch erfahrbar. Gerade deshalb fällt es uns oft schwer, die tiefe Bedeutung der Wintersonnwende nachzuvollziehen. Für unsere Vorfahren jedoch war sie ein Moment der Erleichterung und Hoffnung: Ein Zeichen, dass das Licht zurückkehrt, dass die Sonne nicht verschwunden ist, sondern neu geboren wird.
Die Wintersonnwende war kein abstraktes Fest, sondern eine existentielle Erfahrung. Sie erinnerte daran, dass nach der längsten Nacht wieder hellere Tage folgen - draußen in der Natur und im Inneren des Menschen.
Das Sonnenwendfeuer - uralte Rituale unserer Vorfahren
In vielen alten europäischen Kulturen war das Feuer im Herd heilig. Überlieferungen berichten, dass man zur Wintersonnwende das alte Feuer bewusst ausgehen ließ. Dieser Akt stand symbolisch für das Ende des alten Jahres, der alten Sonne und der verbrauchten Kräfte. Anschließend wurde ein neues Feuer entzündet - oft durch ein gemeinsames Wintersonnwendfeuer. Von diesem heiligen Feuer trug man die Glut zurück in die Häuser, um den Herd neu zu entfachen.
Das Sonnenwendfeuer war ein Ritual der Erneuerung, der Reinigung, der Hoffnung und der Rückkehr des Lebens
Es war eine Feier des Lichts, genau dann, wenn die Dunkelheit am größten war.
Die Geburt des Lichtes
In naturspirituellen Traditionen wurde zur Wintersonnwende die Wiedergeburt des Lichts gefeiert. In manchen Kreisen spricht man vom „Lichtkind“ – als Symbol für die neu geborene Sonne und den Neubeginn nach der dunkelsten Nacht des Jahres. Dieses Lichtkind symbolisierte das neu geborene Sonnenlicht, das Versprechen von Wachstum und den Neubeginn des Lebens.
Die Geburt von Jesus Christus:
Das genaue Geburtsdatum von Jesus Christus ist historisch nicht überliefert. Die Feier seiner Geburt wurde später bewusst in die Zeit der Wintersonnwende gelegt.
Christus steht wie kaum eine andere Figur für das Licht. Er sagte von sich selbst:
„Ich bin das Licht der Welt.“
So erhält die Weihnachtsgeschichte eine tiefere, universelle Bedeutung. Sie verbindet christliche Symbolik mit jahrtausendealten Sonnen- und Lichtkulten unserer Vorfahren, für die das Licht lebensnotwendig und heilig war.
Weihnachten ist damit nicht nur ein religiöses Fest, sondern auch die Weiterführung eines uralten Lichtfestes, das den Sieg des Lichts über die Dunkelheit feiert.
Glastonbury, Avalon und lebendige Sonnenwendtraditionen
Besonders lebendig werden diese alten naturspirituellen Bräuche bis heute in Glastonbury. Dieser Ort gilt als das sagenumwobene Avalon, ein Zentrum keltischer Spiritualität, Mythen und Erdenergien.
Hier verbinden sich:
- die Legenden um Merlin, den Druiden
- die Verehrung der Göttin der Fruchtbarkeit
- Sonnen- und Jahreskreisfeste
Auch heute versammeln sich dort Menschen zur Wintersonnwende, um das Wiedererwachen des Lichts bewusst zu feiern - im Einklang mit Natur, Erde und Himmel.
Die spirituelle Bedeutung der Wintersonnwende heute
Die Wintersonnwende erinnert uns daran, dass Dunkelheit ein notwendiger Teil des Lebens ist. Sie lädt zur Innenschau ein, zum Innehalten und zum Loslassen.
Gleichzeitig trägt sie eine klare Botschaft in sich: Nach der tiefsten Nacht kehrt das Licht zurück.
So wie die Sonne langsam wieder an Kraft gewinnt, kann auch in uns ein neues Licht entstehen - ein Neubeginn, eine neue Ausrichtung, eine neue Hoffnung.
Die Wintersonnwende als uraltes Fest des Lebens
Die Wintersonnwende ist weit mehr als ein astronomisches Ereignis. Sie ist ein uraltes Fest des Lichts, des Neubeginns und des Lebens selbst.
Die Sonne kehrt zurück. Das Licht wird neu geboren. Im Himmel und in uns.
Die Weisheit unserer Vorfahren lebt weiter
Die Weisheit unserer Vorfahren lebt bis heute weiter. In der schamanischen Arbeit, im Trommelbau und in schamanischen Reisen wird die Verbindung zu Natur, Rhythmus und innerem Licht bewusst erfahren. Wer sich tiefer mit diesen Wegen beschäftigen möchte, findet in unserer schamanischen Ausbildung, im Trommelbau-Camp oder in schamanischen Reisen einen geschützten Raum für eigene Erfahrungen.
Wenn du diese alten Wege selbst erfahren möchtest, findest du auf unserer Website weitere Informationen zu unseren schamanischen Angeboten.
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